Nach großen Haien schwinden Schalentiere
30.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Wie das Forscherteam um den Fischereibiologen jetzt im Magazin «Science» berichtet, wurden die großen Haifischarten im Nordwestatlantik noch stärker dezimiert: Tiger- und Bogenstirn-Hammerhaie um 99 Prozent, Bullen-, Schwarz- und Glatte Hammerhaie um 97 Prozent. Sämtliche im Gebiet vorkommenden Großhaiarten sind in den vergangenen 35 Jahren seltener geworden.
Die Bestände kleiner Haie und Rochen, die zum Beutespektrum der großen Haie gehören, haben dagegen zugenommen, fanden die Forscher. So sei der Bestand von Kuhnasenrochen in den Gewässern auf rund 40 Millionen Tiere angewachsen. Die Rochen ernähren sich unter anderem von Schalentieren. Im Jahr 2004 hätten sie die Bänke von Austern und Jakobsmuscheln praktisch kahl gefressen.
«Die Rochen verhindern vielleicht auch, dass sich die Bestände der Schalentiere von Überfischung, Lebensraumzerstörung, Krankheiten und Umweltverschmutzung erholen», wird Charles Peterson, einer der Forscher, in einer Mitteilung der University of North-Carolina in Chapel Hill zitiert.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

