Dinosaurier baute Höhlen als Versteck
21.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Urechse maß demnach etwa zwei Meter, mehr als die Hälfte dieser Länge (1,25 Meter) entfiel auf den Schwanz. Der Fossilienfund aus dem US-Bundesstaat Montana enthüllt eine neue Seite der Dinosaurier, schreibt das Team um David Varrichio von Montanas staatlicher Universität in Bozeman. Der Körperbau des Oryctodromeus war zum Graben wie geschaffen: Die Schnauze ließ sich wie eine Schaufel einsetzen, die Schulterpartie bot mit Knochenzusätzen Raum für eine extra kräftige Muskulatur. Auch die Hüfte unterstützte harte Erdarbeiten, während die langen Hinterläufe die Urechse zum schnellen Lauf auf zwei Beinen befähigten.
Der erhaltene Teil der Höhle war 210 Zentimeter lang und lag dem Bericht zufolge zwischen einem und zwei Meter unter der Erdoberfläche. Von der Höhle führten mehrere schmale Gänge ab. Daraus schließen die Experten, dass sich auch andere Arten den vom Oryctodromeus gegrabenen Bau zu Eigen gemacht hatten. Dass dieser auch nach Jahrmillionen noch zu identifizieren war, führen die Forscher auf einen glücklichen Umstand zurück: Der Bau habe sich bald nach dem Tod der Dinofamilie mit Sand gefüllt und ihn so in seiner Ursprünglichkeit erhalten. (nz)

