21. Mrz 2007 16:26
Die Schnauze wie eine Schaufel, Schultern mit vielen Muskeln - Forscher haben eine Dinosaurierart entdeckt, deren Körper perfekt zum Höhlenbau geeignet waren.
Ein internationales Forscherteam hat die erste Dinosaurierart entdeckt, die Höhlen gegraben hat. Der bislang unbekannte Pflanzenfresser Oryctodromeus cubicularis - übersetzt etwa «buddelnder Läufer aus der Höhle» - lebte vor rund 95 Millionen Jahren und versorgte seinen Nachwuchs fürsorglich in dem unterirdischen Versteck, heißt es in den «Proceedings B» der britischen Royal Society. Die Urechse maß demnach etwa zwei Meter, mehr als die Hälfte dieser Länge (1,25 Meter) entfiel auf den Schwanz. Der Fossilienfund aus dem US-Bundesstaat Montana enthüllt eine neue Seite der Dinosaurier, schreibt das Team um David Varrichio von Montanas staatlicher Universität in Bozeman. Der Körperbau des Oryctodromeus war zum Graben wie geschaffen: Die Schnauze ließ sich wie eine Schaufel einsetzen, die Schulterpartie bot mit Knochenzusätzen Raum für eine extra kräftige Muskulatur. Auch die Hüfte unterstützte harte Erdarbeiten, während die langen Hinterläufe die Urechse zum schnellen Lauf auf zwei Beinen befähigten.