Rabenvögel planen fürs Frühstück
22.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Das Experiment fand in einem durch Wände teilbaren Raum statt: In der Mitte gab es immer Futter. In einem der Nebenräume, dem «Frühstückszimmer», war morgens immer Futter in einer sandgefüllten Schale versteckt. Im zweiten Raum, dem «Nicht-Frühstückszimmer», stand immer eine Schale mit Sand, jedoch immer ohne Futter. Clayton und ihre Kollegen sperrten die Vögel dann einige Tage lang morgens für je zwei Stunden entweder ins eine oder ins andere Zimmer. Die Tiere hatten also Zeit zu lernen, wo es etwas zu fressen gab und wo nicht.
Anschließend boten die Forscher den Tieren nur noch abends im mittleren Raum Futter an. In den Zimmern links und rechts boten sie den Tieren lediglich Schalen mit Sand an. Die Vögel versteckten drei mal so viel Futter im «Nicht-Frühstückszimmer» wie im «Frühstückszimmer».
Diese zeigten sich auch in einem zweiten Versuch: Dabei lernten die Vögel, dass es in beiden Räumen immer Frühstück gab entweder Erdnüsse oder kleine Stücke Hundefutter. Sobald die Tiere erneut die Möglichkeit hatten, etwas zu verstecken, trafen sie eine eindeutige Wahl und versorgten jeden Raum mit dem Futter, das dort für gewöhnlich fehlte. (dpa)

