30. Jan 2007 09:01
Zahlen mögen eindrucksvoll sein, doch Bilder bleiben besser hängen. Das «Worldmapper»-Projekt versammelt hunderte Weltkarten, die die ungleiche Verteilung von Schulbildung, Wirtschaftswachstum oder Krankenversorgung darstellen.
Wird etwa die weltweite Verteilung der Malaria-Fälle mit einer Mercator-Karte illustriert, erscheint die Äquatorregion durch die Darstellung viel kleiner. Und dadurch wirkt die Region, in der viele Menschen einem hohen Malaria-Risiko ausgesetzt sind, relativ klein. Mark Newman von der University of Michigan entwickelte eine Methode, mit der spezielle Landkarten generiert werden können: Die Größe der Fläche richtet sich dabei nicht nach den tatsächlichen Quadratkilometern, sondern beispielsweise nach der Bevölkerungsdichte. Dabei werden die Silhouetten der Kontinente möglichst wenig verzerrt, so dass die Weltkarte trotz der Verfremdung noch ein vertrauter Anblick ist.Nun haben Danny Dorling und Mark Newman gemeinsam weitergearbeitet, um mit der Methode eine Sammlung von Weltkarten zusammenzustellen, die die ungleiche Verteilung von Ressourcen und Risiken darzustellen.
Als Grundlage verwendeten sie frei zugängliche Daten der Vereinten Nationen. Herausgekommen sind 365 Karten, die sowohl alphabetisch von Alphabetisierung bis Zinkimport als auch nach Themenbereichen geordnet durchgeblättert werden können. Sie illustrieren die Verteilung von Zahnärzten, Tuberkulosefällen, Erdölexporten und Waldwachstumsraten, jeweils ausgedrückt durch eine verzerrte Weltkarte, die aber immer noch als eine Weltkarte zu erkennen ist.