25.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Kragenhai verdankt seinen Namen den auffälligen Kiemen.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Tier, das da in seinem Netz zappelte, kam dem Fischer merkwürdig vor. Herbeigerufene Zoologen erkannten, dass es sich um einen seltenen Tiefseehai handelt.
Der schlanke, lang gestreckte Kragenhai (
Chlamydoselachus anguineus) gilt als lebendes Fossil: Er hat sich im Lauf der Evolution kaum weiterentwickelt und ähnelt versteinerten Haifunden aus der Urzeit. Nun haben Wissenschaftler ein lebendes Exemplar beobachten können.
Der Kragenhai sei von einem Fischer zufällig gefangen worden, teilte der Awashima Marine Park in Numazu südlich von Tokio am Mittwoch mit. Die von dem Mann alarmierten Zoologen des Aquazoos transportierten das Tier in ein Meerwasserbecken und filmten ihn. Einige Stunden später starb der 1,6 Meter lange und 7,5 Kilogramm schwere Hai jedoch.
Kragenhaie leben vorwiegend in 500 bis 1300 Metern Tiefe und kommen selten an die Oberfläche. Deshalb werden die entfernt an einen großen Aal erinnernden Tiere nur selten lebend gesichtet. Ab und zu gehen sie Fischern als Beifang ins Netz.
Die Tiere kommen weltweit vor, gelten aber als extrem selten. Sie ernähren sich von Fischen, Tintenfischen und anderen Haien. Ihren Namen verdanken sie einem Kiemenpaar, das an der Unterseite des langen Körpers verwachsen ist und einem Kragen ähnelt. (nz)