23. Jan 2007 10:02
Vor mehr als hundert Millionen Jahren glitten Flugsaurier von Baumkrone zu Baumkrone. Dabei benutzten sie ihre Flügel vermutlich ganz anders als heutige Vögel.
Der zur Familie der Dromaeosaurier gehörende Microraptor gui war vermutlich bis zu 40 Zentimeter lang und lebte auf Bäumen. Um von einer Baumkrone zur nächsten zu gelangen, benutzten die Urechsen Flügel an Vorder- und Hinterbeinen, an denen er Federn trug. Bisher gingen Experten davon aus, dass sich die Raubsaurier ähnlich wie Libellen im «Tandemflug» mit voreinander angeordneten Flügelpaaren bewegten. Nach Chaterjees und Templins Analysen dagegen hielt Microraptor seine Hinterbeine etwas tiefer als die Vorderbeine und justierte die Position der Fußflügel, um seine Flughöhe zu steuern.Die Wissenschaftler untersuchten Gelenkknochen und die Richtung des Federwuchses. Hätte sich der Microraptor ähnlich einer Libelle fortbewegt, hätte er Schwierigkeiten mit dem Auftrieb und beim Laufen auf dem Boden gehabt, ergaben ihre Berechnungen: So wäre sich der Minidino auf die eigenen Füße getreten.