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Das Zentrum der Galaxis schweigt

18. Jan 2007 17:05
Der Esa-Satellit
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Ein Satellit der Esa hat den Mittelpunkt der Galaxis in einem seltenen Moment der Stille erwischt. Das könnte Astronomen neue Einblicke in das Zentrum der Milchstraße ermöglichen.

Seit 2002 umkreist «Integral» die Erde, seine Instrumente sind auf den Mittelpunkt der Galaxis gerichtet. Astronomen vermuten, dass ein gigantisches Schwarzes Loch das Zentrum bildet. Die Anziehungskraft von Schwarzen Löchern ist so groß, nur eine ganz schwache Strahlung von ihnen ausgeht. Meist wird diese Strahlung von stärkeren Quellen überdeckt. Nun hat «Integral» aber Daten aus einem Zeitraum gesammelt, in dem diese störende Strahlung gering war, berichtet die Europäische Weltraumagentur Esa.

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  • Der Mittelpunkt der Milchstraße, in dem das Schwarze Loch vermutet wird, ist von Röntgendoppelsternen umgeben. Diese Doppelsterne bestehen aus einem sichtbaren Stern, der von einem sterbenden Stern begleitet wird. Meist ist es ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch, dessen Anziehungskraft so groß ist, dass er Materie von seinem sichtbaren Zwilling abzieht. Dabei gibt er starke Röntgenstrahlung ab.

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    Zehn dieser Röntgendoppelsterne, die sich nahe des galaktischen Zentrums befinden, sind auf den «Integral»-Aufnahmen vom April 2006 fast verschwunden. Erik Kuulkers, der die Auswertung leitet, schließt aus, das dabei eine mysteriöse Kraft im Spiel ist: «Die Strahlenquellen sind variabel, und es war nur Zufall oder pures Glück, dass sie während der Aufnahmen schwächer wurden.»

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    Dieser Glücksfall ermöglicht den Astronomen, weitere, schwächere Röntgendoppelsterne zu entdecken, die bisher überstrahlt wurden – und vielleicht die schwache Strahlung nachzuweisen, die vom vermuteten Schwarzen Loch im Zentrum der Galaxie ausgeht.

     
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