05.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auf den Philippinen können Kinder in jedem fünften Haushalt nicht ausreichend ernährt werden.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Unter Hunger und Krankheiten leiden in den betroffenen Ländern vor allem Kinder. Wie sich das auf ihre Entwicklung und die Wirtschaft ihrer Heimatländer auswirkt haben Forscher jetzt untersucht.
Wegen Hunger und Fehlernährung können mehr als 200 Millionen Kinder vor allem in Entwicklungsländern ihre geistigen Fähigkeiten nicht voll entwickeln. Besonders in den ersten fünf Lebensjahren verhindere der Hunger, dass sich das Gehirn voll entwickle, heißt es in einer am Freitag in der Fachzeitschrift «Lancet» veröffentlichten Untersuchung.
Die mangelhafte Ernährung und damit einhergehende häufige Krankheiten tragen dazu bei, dass sich mangelnde Bildung und Armut über Generationen fortsetze, schreiben Sally Grantham-McGregor vom
University College in London und ihre Kollegen in der Veröffentlichung. Für die Entwicklungsländer bedeute das, dass Wissen und Arbeitskraft verloren gingen und ihr Rückstand zementiert werde, zitiert die Agentur KNA aus der Studie.
Die Wissenschaftler beziffern die Zahl der betroffenen Kinder auf insgesamt 219 Millionen. Das entspricht fast 40 Prozent dieser Altersgruppe in den unterentwickelten Ländern. Die zahlenmäßig größte Gruppe von 89 Millionen benachteiligter Kinder lebt laut Bericht in Südasien. In Schwarzafrika könne mit 61 Prozent sogar die Mehrheit der Kinder ihr geistiges Potenzial nicht ausschöpfen.
Die Autoren betonen, dass den Kindern vor allem dann geholfen werde, wenn man früh mit Erziehungsprogrammen für Eltern und Kinder eingreife und die Armen besser versorge. Die Vereinten Nationen haben sich in ihren Millenniums-Zielen dazu verpflichtet, bis 2015 allen Kindern weltweit eine Grundschulausbildung zu gewähren und die Zahl hungernder Menschen zu halbieren. (nz)