Die Präferenz für eine Ware aktivierte den so genannten Nucleus accumbens (NAcc), das Beurteilen und Abwägen ihres Preises den medialen präfrontalen Cortex (MPFC). Wenn die Entscheidung gegen den Kauf fiel, war wiederum die so genannte Insula besonders aktiv und der MPFC inaktiv.Darüber hinaus zeigte sich, dass sich die spätere Kaufentscheidung in vielen Fällen anhand der Durchblutung in diesen drei Gebieten vorhersagen ließ, schreiben Knutson und seine Kollegen. «Besondere Muster der Hirnaktivität sagen die Kaufentscheidung voraus.»
Alain Dagher vom Neurologischen Institut in Montréal (Kanada) weist in einem begleitenden Text in «Neuron» darauf hin, dass diese Entscheidungsschaltkreise im Hirn bereits lange Zeit vor der Erfindung des Handels existierten. Damals hätten sie vielleicht dazu gedient, Nahrung oder Partner zu finden sowie Raubtieren zu entkommen.
Vielleicht führten diese ursprünglichen Funktionen dazu, dass Menschen heute nicht optimale Entscheidungen träfen, wenn sie Versicherungen abschlössen, per Kreditkarte einkauften oder ins Spielkasino gingen. Der Nachweis eines «Einkaufs-Zentrums» im Hirn sei die vorliegende Studie nicht. (nz)