Geburten nicht wegen Geld verzögern
20.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ob ein Baby in den letzten Stunden des 31. Dezember oder den ersten des 1. Januar geboren wird, kann sich im Portemonnaie der Eltern enorm bemerkbar machen besonders bei besser Verdienenden: Bis zu 25.200 Euro kann der Unterschied nach Angaben des Bundesfamilienministeriums insgesamt betragen. Für alle Kinder, die bis einschließlich 31. Dezember 2006 zur Welt kommen, zahlt der Staat das Erziehungsgeld - bis zu 300 Euro im Monat über zwei Jahre oder maximal 450 Euro monatlich für ein Jahr. Wer mehr als 30.000 Euro netto im Jahr verdient, bekommt kein Erziehungsgeld.
Wird das Baby hingegen erst kurz nach Mitternacht im neuen Jahr geboren, greift die neue Regelung des Elterngeldes: Es beträgt einkommensabhängig 300 bis zu einer Höchstgrenze von 1800 Euro je Monat und wird bis zu 14 Monate lang gezahlt.
Darüber hinaus sei es gefährlich, ohne ärztliche Aufsicht Magnesium zu nehmen um damit die Wehen hinauszuzögern. Die Leber baue Magnesium nur langsam ab. «Das kann bedeuten, dass das Kind bei der Geburt nicht schnell genug kommt», warnte Albring. Sollten Komplikationen auftreten, werde dann eine Entbindung mit Saugglocke, Zange oder Kaiserschnitt nötig.
Anstatt Medikamente zu nehmen, könnten Frauen vom 28. Dezember an mit ein paar Verhaltenstricks die Wehen verschieben, sagte der in Hannover praktizierende Frauenarzt. «Entscheidend ist absolute Ruhe, zum Beispiel, sich hinzulegen und zu lesen.» Wehen fördernd wirkten dagegen heißes Baden, Sex, schweres Heben, mangelnde Hygiene oder Reiben am Oberbauch. (nz)

