Stammzelltherapie birgt Krebsgefahr
23.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Bei der Parkinsonschen Krankheit sterben bestimmte Nervenzellen ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff ist an der Steuerung von Bewegungen beteiligt. Bei den Patienten kommt es infolge des Zellsterbens zu Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen.
In der Online-Ausgabe des Magazins «Nature Medicine» berichtet Goldmanns Team nun, dass sich aus embryonalen Stammzellen, die mit den entnommenen Gliazellen kultiviert wurden, Dopamin-produzierende Nervenzellen entwickelten.
«Was wir versucht haben, war die Bedingungen im sich entwickelnden Gehirn nachzustellen», sagte Goldman dem Nature-Onlinedienst. Auf diese Weise sollten die Stammzellen dazu gebracht wurden, sich zum richtigen Typ Dopamin-produzierender Nervenzellen zu entwickeln.
Nachdem die Forscher diese Zellen in das Gehirn von Ratten mit Parkinson-Symptomen verpflanzt hatten, erholten sich die Tiere fast vollständig. «Die positiven Ergebnisse waren bemerkenswert stark», sagt Goldman.
Eine Möglichkeit dazu wäre das Sortieren der Zellen, bevor sie verpflanzt werden. Goldmans Team arbeitet nun an einer Methode, die entwickelten Nervenzellen aus den Zellkulturen zu isolieren. (nz)

