20. Okt 2006 14:01
Das italienische Kabinett hat beschlossen, dass zur Schmerzbehandlung künftig Cannabis eingesetzt werden kann. Darüber muss nun noch das Parlament abstimmen.
Der Gesetzentwurf habe «nichts mit Joints zu tun», stellte Gesundheitsministerin Livia Turco klar. Die Reform kann erst in Kraft treten, wenn Abgeordnetenhaus und Senat zugestimmt haben.Die Opposition zeigte sich in der Frage gespalten. Die Rechtsnationalen warfen der Regierung vor, eine leichte Droge zu legalisieren.
Chiara Moroni von der Partei «Forza Italia» des Oppositionschefs Silvio Berlusconi unterstützte dagegen die Entscheidung des Ministerrats. «In Italien haben Vorurteile die Verbreitung dieser Therapien behindert», sagte die Abgeordnete. Auch die Vereinigung der katholischen Ärzte äußerte Zustimmung zu der geplanten Zulassung von Cannabis-Produkten. (nz)