02. Okt 2006 17:19
Bis 2050 soll sich das antarktische Ozonloch endgültig schließen. Doch bislang schlägt sich der Erholungstrend kaum nieder.
Wie die europäische Weltraumorganisation Esa mitteilte, ist die Ozonschicht in der Stratosphäre auf einer Fläche von rund 28 Millionen Quadratkilometern fast vollständig zerstört. Nach Angaben der Nasa waren es im Rekordjahr 2000 rund 29,5 Millionen Quadratkilometer. In diesem Jahr ist die Stärke der verbliebenen Ozonschicht jedoch auf 100 Dobson-Einheiten gesunken. Diese Kombination aus Ausdehnung und Tiefe des Ozonlochs ergibt den größten bislang gemessenen Ozonschwund. Im Jahr 2000 betrug er rund 39 Millionen Tonnen.«Der extreme Verlust dieses Jahr kann damit erklärt werden, dass die Temperaturen auf dem tiefsten Stand seit 1979 sind», wird Claus Zehner in der Esa-Mittelung zitiert. Tiefe Temperaturen sind eine Voraussetzung für die Entstehung des Ozonlochs. Mit dem zunehmenden Sonnenlicht des Frühlings in der Antarktis wird die Sauerstoffverbindung in der Stratosphäre, in etwa 25 Kilometer Höhe über dem Erdboden, gespalten.