03. Okt 2006 08:08
Durch Jagd, Umweltgifte und die Zerstörung seines Lebensraums wurde der Seeadler in Deutschland fast ausgerottet. Doch der Bestand erholt sich wieder.
Die Bestandserholung habe auch mit der Wiedervereinigung zu tun, sagt der WWF-Adlerexperte Thomas Neumann. Seeadler sind auf ungestörte und bewaldete Seen-, Küsten- und Flusslandschaften angewiesen, wo sie Jagd auf Wasservögel und Fische machen können. Fast die Hälfte aller Seeadler Deutschlands brüte in Nationalparken und Naturschutzgebieten, teilte der WWF mit, was ein Indiz dafür sei, dass die Schutzzonen maßgeblich zu ihrer Wiederansiedlung beitragen.Nach dem Fall der Mauer gelang es Naturschützern aus Ost und West große Schutzgebiete auszuweisen. Der WWF kaufte in ausgewählten Gebieten Schleswig Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs Flächen. In den weitläufigen Seen- und Flusslandschaften gerade der östlichen Bundesländer nahm der Bestand der Tiere zu. Den größten Bestand mit zuletzt 235 Brutpaaren gibt es in Mecklenburg-Vorpommern.