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Nachwuchs beim Wappenvogel

03. Okt 2006 08:08
Der Seeadler ziert als Wappenvogel deutsche Euro-Münzen.
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Durch Jagd, Umweltgifte und die Zerstörung seines Lebensraums wurde der Seeadler in Deutschland fast ausgerottet. Doch der Bestand erholt sich wieder.

Die Zahl der Seeadler-Brutpaare in Deutschland hat sich seit 1980 mehr als vervierfacht. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF gibt es heute 531 Brutpaare des deutschen Wappenvogels. Doch durch Jagd sind die Tiere weiterhin gefährdet.

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  • Die Bestandserholung habe auch mit der Wiedervereinigung zu tun, sagt der WWF-Adlerexperte Thomas Neumann. Seeadler sind auf ungestörte und bewaldete Seen-, Küsten- und Flusslandschaften angewiesen, wo sie Jagd auf Wasservögel und Fische machen können. Fast die Hälfte aller Seeadler Deutschlands brüte in Nationalparken und Naturschutzgebieten, teilte der WWF mit, was ein Indiz dafür sei, dass die Schutzzonen maßgeblich zu ihrer Wiederansiedlung beitragen.

    Nach dem Fall der Mauer gelang es Naturschützern aus Ost und West große Schutzgebiete auszuweisen. Der WWF kaufte in ausgewählten Gebieten Schleswig Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs Flächen. In den weitläufigen Seen- und Flusslandschaften gerade der östlichen Bundesländer nahm der Bestand der Tiere zu. Den größten Bestand mit zuletzt 235 Brutpaaren gibt es in Mecklenburg-Vorpommern.

    Original-Dokument:
    «Der Schutz ihrer Lebensräume wurde erheblich verbessert», sagt Neumann. Besonders positiv beeinflusst wurde die Entwicklung durch die Reduzierung von Umweltgiften. Nach dem Verbot von DDT nahm die Schadstoffbelastung ihrer Beutetiere und damit auch der Seeadler deutlich ab. «Nun muss noch die bei der Jagd häufig verwendete Blei-Munition aus der Natur verschwinden», fordert Neumann. Sie führe bei den Adlern, die geschossene Tiere fressen, zu tödlichen Vergiftungen. (nz)
     
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