Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Nachwuchs beim Wappenvogel

03. Okt 2006 08:08
Der Seeadler ziert als Wappenvogel deutsche Euro-Münzen.
Bild vergrößern
Durch Jagd, Umweltgifte und die Zerstörung seines Lebensraums wurde der Seeadler in Deutschland fast ausgerottet. Doch der Bestand erholt sich wieder.

Die Zahl der Seeadler-Brutpaare in Deutschland hat sich seit 1980 mehr als vervierfacht. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF gibt es heute 531 Brutpaare des deutschen Wappenvogels. Doch durch Jagd sind die Tiere weiterhin gefährdet.

Mehr in der Netzeitung:
  • Belasteter Fisch schadet dem Gedächtnis 06. Jun 2001 00:25, ergänzt 07:23
  • «Dreckiges Dutzend» verboten 22. Mai 2001 16:35, ergänzt 23. Mai 2001 16:16
  • Die Bestandserholung habe auch mit der Wiedervereinigung zu tun, sagt der WWF-Adlerexperte Thomas Neumann. Seeadler sind auf ungestörte und bewaldete Seen-, Küsten- und Flusslandschaften angewiesen, wo sie Jagd auf Wasservögel und Fische machen können. Fast die Hälfte aller Seeadler Deutschlands brüte in Nationalparken und Naturschutzgebieten, teilte der WWF mit, was ein Indiz dafür sei, dass die Schutzzonen maßgeblich zu ihrer Wiederansiedlung beitragen.

    Nach dem Fall der Mauer gelang es Naturschützern aus Ost und West große Schutzgebiete auszuweisen. Der WWF kaufte in ausgewählten Gebieten Schleswig Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs Flächen. In den weitläufigen Seen- und Flusslandschaften gerade der östlichen Bundesländer nahm der Bestand der Tiere zu. Den größten Bestand mit zuletzt 235 Brutpaaren gibt es in Mecklenburg-Vorpommern.

    Original-Dokument:
    «Der Schutz ihrer Lebensräume wurde erheblich verbessert», sagt Neumann. Besonders positiv beeinflusst wurde die Entwicklung durch die Reduzierung von Umweltgiften. Nach dem Verbot von DDT nahm die Schadstoffbelastung ihrer Beutetiere und damit auch der Seeadler deutlich ab. «Nun muss noch die bei der Jagd häufig verwendete Blei-Munition aus der Natur verschwinden», fordert Neumann. Sie führe bei den Adlern, die geschossene Tiere fressen, zu tödlichen Vergiftungen. (nz)
     
    Drucken
    VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
     
    Wetter-Probleme beim Anflug: 
    «Endeavour» nimmt Umweg über Kalifornien
    25 Jahre «Spacelab»: 
    Weltraumjubiläum für Europa
     
    UN-Klimakonferenz in Poznan: 
    «Wir haben keine Zeit zu verlieren»
    Alte Wetterdaten decken auf: 
    Chinesen könnten von Klimawandel profitieren
     
    Stammzellentherapie in Hannover: 
    Arzneimittelfabrik im Kopf
     
    Aus anderen Ressorts
    Zur Autogazette

    Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.