Drei Saurier-Fossilien in Thüringen gefunden
28.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Seit 14 Jahren kommen US-amerikanische Forscher zur Sommergrabung nach Tambach-Dietharz in Thüringen, obwohl sie die Fundstücke nach der Präparation wieder an Deutschland zurückgeben müssen. «Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so wundervolle Funde wie hier», sagt Stuart Sumida, Professor an der California State University in San Bernadino. In den USA und Mexiko seien in den vergangenen Jahrzehnten etliche Skelettstücke von Ur-Reptilien aus der Zeit des Perm vor rund 280 Millionen Jahren entdeckt worden, allerdings verstreut auf viele Fundstellen. «Und der Erhaltungszustand ist bei weitem nicht gut.»
Bisher wurden von der Fundstelle in Thüringen nur rund 300 Quadratmeter erschlossen. Das Feld zieht sich aber über ein oder zwei Hektar hin, in denen weitere Fossilien vermutet werden. Warum dort so viele versteinerte Urtiere zu finden sind, ist unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen lebten die Echsen auf einem Hochlandbecken. Das Klima war vergleichbar mit der afrikanischen Savanne. Die karge Vegetation bestand aus wenigen Nadelhölzern. Durch die Ebene zog ein Fluss, der im Sommer fast austrocknete. Forscher vermuten, dass die Tiere bei Überschwemmungen schnell eingelagert und dadurch gut erhalten wurden. (nz)

