Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Urheberrechtsnovelle scharf kritisiert

29. Jun 2006 13:45
Besonders Forschung an audiovisuellen Medien könnte behindert werden.
Bild vergrößern
Deutsche Wissenschafts- Organisationen fordern eine Gestaltung des Urheberrechts, die ihrem Fachbereich zugute kommt. Sie fürchten um die Möglichkeit, über Datennetze zu kooperieren.

Sieben große deutsche Wissenschafts- Organisationen fordern eine bildungs- und forschungsfreundliche Gestaltung des Urheberrechts. Bei der von der Bundesregierung vorgelegten Urheberrechtsnovelle hätten die wiederholt geäußerten Bedenken kaum Berücksichtigung gefunden.

Hintergrund: Mitglieder der Allianz
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Fraunhofer Gesellschaft

Hochschulrektoren- Konferenz

Leibniz-Gemeinschaft

Max-Planck- Gesellschaft

Wissenschaftsrat

Es sei zu befürchten, dass die Kooperation von Wissenschaftlern über Datennetze erheblich erschwert werde, teilten die Organisationen am gestrigen Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die wissenschaftliche Erforschung insbesondere audiovisueller Dokumente würde massiv behindert. Zudem könnten die Kosten für die Nutzung digitaler Informationsmaterialien weiter steigen. Wissenschaftler könnten nur noch eingeschränkt und zu unvertretbaren Kosten auf Informationen zugreifen.

Dies werde die Studienbedingungen an deutschen Hochschulen verschlechtern. Ressourcen von Bibliotheken könnten nicht mehr wie bisher genutzt werden. Auch die Vernetzung von Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft würde dadurch erschwert.

Mehr in der Netzeitung:
Der Bundesrat hat eine umfangreiche Stellungnahme zur Gesetzesnovelle abgegeben, die bereits durch die Allianz vorgebrachte Forderungen aufgreift und ihre Kritik in zentralen Punkten unterstützt. Inzwischen habe die Bundesregierung die Stellungnahme weitestgehend zurückgewiesen Sie halte im Wesentlichen an ihrem Gesetzesentwurf fest.

Die Wissenschaftsorganisationen begrüßen das Ziel der Bundesregierung, Wissenschaft und Forschung zu fördern. Dies sollte aber bei allen Gesetzesvorhaben Maßstab sein, die sich auf Wissenschaft und Forschung auswirken. (nz)


Mehr im Internet:

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Neue Berechnungen von Astronomen: 
Sterne entstehen neben Schwarzen Löchern
Für die richtige Balance: 
Die Schuhsohle mit Gedächtnis
 
20-Millionen-Euro-Projekt: 
Kohlendioxid wird unter die Erde gekehrt
Klimawandel in der Arktis: 
Nordpol könnte im Sommer abschmelzen
 
Immer mehr Neugeborene mit Übergewicht: 
Risiken und Nebenwirkungen bei «Sumo-Babys»
 
Freiheit gegen D-Mark: 
DDR-Unterhändler Vogel ist tot
Erinnerungen einer Zeitzeugin: 
«Du auch!» – Das Ende des Prager Frühlings
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.