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Pflanzenschutzmittel erhöhen Parkinson-Risiko

26. Jun 2006 16:23
Pflanzenschutzmittel wird auf einem Rapsfeld versprüht.
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Menschen, die regelmäßig mit Pestiziden hantieren, erkranken häufiger an der Parkinsonschen Krankheit. Das Risiko besteht gleichermaßen für Landwirte und Hobbygärtner.

Häufiger Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln erhöht die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Mensch an Parkinson erkrankt. Das geht aus einer Studie mit mehr als 140.000 Beteiligten hervor.

Mehr in der Netzeitung:
Ein Forscherteam um Alberto Ascherio von der Harvard School of Public Health in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts hat die Daten einer Krebs- und Ernährungsstudie erneut ausgewertet. Von den rund 143.000 Teilnehmern, die darin befragt worden waren, erkrankten 413 in den 1990er Jahren an Parkinson.

Fast 8000 der Befragten hatten angegeben, über längere Zeit mit Pflanzenschutzmitteln in Kontakt gekommen zu sein. Unter ihnen war das Parkinson-Risiko 70 Prozent höher als bei den anderen Befragten, berichten die Wissenschaftler in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift «Annals of Neurology». Frühere Untersuchungen hatten bereits auf einen Zusammenhang hingewiesen.

Mehr im Internet:
Von den 413 Erkrankten hatten insgesamt 43 angegeben, mit Pflanzenschutzmitteln in Kontakt gekommen zu sein. Das Risiko von Landwirten, die vermutlich vergleichsweise hohen Dosen ausgesetzt waren, ist jedoch nicht höher als das von Personen in anderen Berufen, fanden die Forscher. «Vielleicht sind die in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide nicht die schädlichsten», wird Ascherio in der Online-Ausgabe des Magazins «New Scientist» zitiert.

Weitere Studien sollen klären, welche Bestandteile verantwortlich sind. Nach dem Typ der Pflanzenschutzmittel war in der Krebs- und Ernährungsstudie nicht gefragt worden. (nz)

 
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