Knappe Mehrheit gegen kommerziellen Walfang
Im Kampf um die Wiederzulassung des kommerziellen Walfangs hatte Japan am Freitag überraschend einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei einer ersten Abstimmung über Kleinwale errangen die Gegner des Walfangs nach einer hitzigen Debatte in St. Kitts erneut die Mehrheit. Auch den von Japan gewünschten geheimen Abstimmungen erteilte die Konferenz mit knapper Mehrheit eine Absage.
Damit war die Befürchtung vorerst ausgeräumt, Japan und die übrigen Walfangbefürworter könnten damit beginnen, das seit 20 Jahren bestehende Moratorium auszuhebeln. Einige Staaten stießen noch am Samstag zu der Tagung, so dass nicht klar war, wie weitere Abstimmungen bei der Tagung, die bis zum 20. Juni dauert, ausgehen würden.
Nicolas Entrup, Sprecher der Umweltorganisation WDCS vor Ort, warnte vor zu frühem Optimismus: «Trotz der beiden wichtigen Abstimmungserfolge am ersten Tag der IWC-Tagung haben die Pro-Walfangstaaten die Mehrheit der Mitgliedstaaten auf ihrer Seite, doch sind einige noch nicht stimmberechtigt. Auch kann das Verhältnis umgehend kippen.» (nz)

