13.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Kaffebohnen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Leber von Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, wird durch Alkohol deutlich weniger geschädigt. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden.
Kaffee reduziert das Risiko einer alkoholbedingten Leberzirrhose. Bei einer Tasse Kaffee pro Tag sinke das Risiko um 20 Prozent, bei vier Tassen sogar um 80 Prozent, sagte Arthur Klatsky, der Mitautor einer Studie des Kaiser Permanente-Forschungsinstituts im kalifornischen Oakland. Dies gelte sowohl für Testpersonen, die nur gelegentlich ein Glas trinken, als auch für Alkoholkranke.
Die Schutzwirkung gilt laut Klatsky jedoch nur für alkoholbedingte Leberzirrhosen. Bei Leberzirrhosen, die durch Hepatitis C oder Erbkrankheiten verursacht werden, hatte der Kaffee keine Auswirkungen auf die Leber. Ob das Koffein oder andere Inhaltsstoffe des Kaffees das Risiko einer alkoholbedingter Leberzirrhose senken, konnten die Experten nicht klären.
Besser auf Alkohol verzichtenKlatsky betonte, dass sich Leberzirrhosen am besten durch den Verzicht auf Alkohol verhindern ließen. Die Studie könne aber helfen zu erklären, warum die Leber mancher Menschen trotz heftigen Alkoholgenusses unbeschadet bleibe. Das Forschungsinstitut hatte die Leberwerte von 125.000 Menschen untersucht, die regelmäßig Kaffee oder Tee trinken. Bei Teetrinkern konnte keine entsprechende Schutzwirkung festgestellt werden.
Eine Leberzirrhose ist das nicht mehr heilbare Endstadium chronischer Lebererkrankungen. Etwa die Hälfte aller Leberzirrhosen in Industrieländern wird durch Alkoholkonsum verursacht. (nz)