netzeitung.deStammzellen aus Lebergewebe gewonnen

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Leberstammzellen in Kultur (Foto: PNAS<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Leberstammzellen in Kultur
Foto: PNAS
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Leber enthält wandlungsfähige Zellen, die isoliert werden können. Mit den Zellen könnten künftig Schäden an dem Organ behandelt werden.

Wissenschaftler haben Stammzellen aus dem Lebergewebe von Föten gewonnen. Die wandlungsfähigen Zellen können kultiviert werden und eine Reihe von Gewebetypen bilden.

In der Leber von erwachsenen Menschen sorgen die Vorläuferzellen für das im Vergleich zu anderen Organen hohe Regenerationsvermögen der Leber. Bislang konnten diese Zellen jedoch nicht isoliert werden. Forscher um Nelson Fausto von der US-amerikanischen University of Washington in Seattle haben diese Zellen nun erstmals aus dem Gewebe von Föten gewonnen, die im dritten oder vierten Schwangerschaftsmonat abgetrieben worden waren.

Es gelang den Forschern die Zelllinien zu kultivieren und im wandlungsfähigen Zustand zu bewahren, berichten sie in der Online-Ausgabe des Magazins «Proceedings of the National Academy of Sciences». Die Zellen können sich neben Leber- und Gallenzellen zu Fett-, Knochen- und Knorpelgewebe entwickeln. Die Wissenschaftler wollen an den Zelllinien die Leberentwicklung, Krankheiten und die Erholung des Organs erforschen.

Im Tierversuch mit Mäusen konnten sie nachweisen, dass die Zellen für die Behandlung von Leberschäden eingesetzt werden könnten. Die Zellen siedelten sich im Organ der Versuchstiere an und ersetzten Teile des beschädigten Gewebes. (nz)