07. Jun 2006 19:10
Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden sind die größten Landtiere, die es jemals gegeben hat. Doch es gab auch kleine Riesen.
Die 150 Millionen Jahre alten Knochenfunde galten jedoch schon kurz nach ihrer Entdeckung als wissenschaftliche Rarität. Zu jener Zeit lagen weite Teile Deutschlands unter Wasser. Nur wenige Inseln erhoben sich über den Meeresspiegel – so auch der Fundort im heutigen Niedersachsen. Dinosaurier sind aber Landtiere, Fossilfunde in Deutschland entsprechend rar.Das Inselleben ließ die Saurier kleiner werden, vermuten die Forscher. Als der Meeresspiegel stieg und die Lebensräume der Tiere kleiner wurden, wurden auch die Nahrungsressourcen knapp. «Kleine Tiere, die weniger Nahrung benötigten, hatten bessere Überlebenschancen», sagt Nils Knötschke vom Dinosaurier-Freilichtmuseum Münchehagen, der die meisten der gefundenen Knochen präparierte. Die Größe der Tiere könne unter diesen Bedingungen schnell abnehmen, manchmal innerhalb von 10 oder 20 Generationen.