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Lupe Forscher wollen Objekte unsichtbar machen

Die theoretischen Grundlagen für einen Tarnmantel haben Forscher jetzt vorgestellt. Ein Metamaterial soll Gegenstände vor Augen oder Radargeräten verbergen.

Die Klingonen können es und die Romulaner auch. Bisher allerdings nur im Fernsehen. Nun haben menschliche Physiker eine Theorie aufgestellt, nach der Metamaterialien hergestellt werden könnten. Daraus sollen Tarnmäntel gefertigt werden, die das Licht um Gegenstände herum fließen lassen, als seien sie gar nicht da. Wie Raumschiffe in der Science-Fiction-Serie «Star Trek» sollen auch irdische Anlagen vor Blicken verborgen werden können.

«Der Mantel würde praktisch ein Loch im Raum öffnen», sagt David Smith von der US-amerikanischen Duke University in Durham, North Carolina. Licht und andere elektromagnetische Wellen wie etwa Radarsignale würden um den Mantel herum fließen, als hätten sie leeren Raum durchquert.

Smith ist Mitglied eines Forscherteams um John Pendry vom britischen Imperial College London. In der Online-Ausgabe des Magazins «Science» präsentieren die Wissenschaftler die theoretische Grundlage für das Design des Tarnmantelstoffs. Bereits im Jahr 2000 hatte Smith beschrieben, wie elektromagnetische Wellen mit Metamaterialien beeinflusst werden können.

Die besonderen Eigenschaften dieser Materialien beruhen auf ihrer Oberfläche. Sie trägt winzige Strukturelemente, die kleiner sind als die Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Diese reichen von rund 400 bis 800 Nanometer (Millionstel Millimeter). Die Strukturelemente sollen Lichtstrahlen um den Tarnmantel herumleiten, wie Wasser in einem ruhigen Fluss um einen runden Stein herum fließt, sagt Smith. Anstelle des Tarnmantels würde ein Betrachter nur sehen, was dahinter liegt.

Das elektrische und das magnetische Feld würden genau so beeinflusst wie die Richtung des Lichts, sagen die Forscher. Mithilfe ihrer Theorie ließe sich berechnen, wie ein Tarnmantel für einen bestimmten Gegenstand beschaffen sein müsste. «Die Herausforderung besteht darin, diese theoretischen Erfordernisse Punkt für Punkt auf ein Matrerial zu übertragen», sagte Smith dem Onlinedienst des Magazins «New Scientist». (nz)