netzeitung.deBeruf hält Mütter fit

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Tagesmutter übernehmen häufig die Betreuung der Kinder berufstätiger Mütter. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tagesmutter übernehmen häufig die Betreuung der Kinder berufstätiger Mütter.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist eine schwierige Aufgabe. Auf lange Sicht zahlen sich die Bemühungen jedoch aus.

Gelegentlicher Stress lohnt: Mutter zu sein und weiterhin einen Beruf auszuüben, hält Frauen dauerhaft fit. Das zumindest legen die Ergebnisse einer Langzeitstudie in Großbritannien nahe.

Ein Forscherteam um Anne McMunn vom University College in London hat Daten von 1200 Teilnehmerinnen der britischen nationalen Gesundheits- und Entwicklungsstudie ausgewertet. Darin wird die Gesundheit von im Jahr 1946 geborenen Personen verfolgt. Von ihrem 27sten Lebensjahr an wurden die Frauen nach ihrem Familienstand, eigenen Kindern und ihrer Berufstätigkeit befragt. Zudem wurden regelmäßig ihre Größe und ihr Gewicht gemessen.

Bei denjenigen Frauen, die bis zum Alter von 54 Jahren die drei Rollen Mutter, Partnerin und Berufstätige ausfüllten, stellten die Mediziner die geringste Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Einschränkungen fest. Bei Frauen, die keinem Beruf außerhalb des eigenen Haushalts nachgingen, war die Wahrscheinlichkeit dagegen am höchsten. Sie wurden gefolgt von alleinerziehenden Müttern und kinderlosen Frauen, die ebenfalls häufiger gesundheitliche Probleme angaben.

Frauen, die in mehreren Phasen ihres Lebens gearbeitet hatten, waren zudem seltener übergewichtig. Fettleibigkeit war mit 38 Prozent bei den Hausfrauen am häufigsten, mit 24 Prozent bei den verheirateten berufstätigen Müttern am seltensten.

Die Forscher vermuten, dass ihr insgesamt besserer Gesundheitszustand ein Ergebnis der Lebensführung mit den drei Rollen Mutter, Partnerin und Berufstätige ist. Die langfristigen Vorteile würden gegenüber den gesundheitlichen Nachteilen durch gelegentlichen Stress überwiegen. «Die Studie zeigt, dass wir Mütter dabei unterstützen sollten am Arbeitsleben teilzunehmen», sagte McMunn dem Onlinedienst der BBC.

Die Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin «Journal of Epidemiology and Community Health». (nz)