10. Mai 2006 10:31
Eine bestimmte DNS-Variante scheint Krebs der Protstata zu begünstigen. Afrikanisch-stämmige Männer sind deshalb anfälliger für diese Krankheit als andere, ergaben Forschungen.
Von Malcolm Ritter Das Risiko für Prostatakrebs erhöht sich bei ganz bestimmten genetischen Voraussetzungen. Männer, die über diese DNS-Variante verfügen, sind demnach zu 60 Prozent anfälliger für eine Erkrankung, wie die Fachzeitschrift «Nature» berichtet.
Forscher haben demnach herausgefunden, dass deshalb Männer afrikanischer Herkunft häufiger an Prostatakrebs erkranken als europäische Männer.
Ein Wissenschaftlerteam um Kari Stefansson in der isländischen Hauptstadt Reykjavik kam zu dem Ergebnis, dass die erforschte DNS-Variante bei Schwarzen etwa doppelt so oft vorkommt. Bei weißen Krebspatienten war sie zu 19 Prozent vorhanden, bei weißen Männern ohne Prostatakrebs zu 13 Prozent. Bei Schwarzen waren beide Werte doppelt so hoch.
Laut den Forschungsergebnissen trägt die Variante vermutlich bei acht Prozent aller Weißen und bei 16 Prozent aller Schwarzen zur Entwicklung eines Prostatakarzinoms bei.