02.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Positives Ergebnis: Die Aids-Aufklärung erreicht den überwiegenden Teil der Bevölkerung.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im Jahr 2005 haben sich in Deutschland mehr Menschen mit HIV infiziert als 2004. Besonders deutlich ist der Anstieg bei Heterosexuellen.
Die Zahl der neu diagnostizierten HIV-Infektionen in Deutschland ist 2005 um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit rund drei HIV-Neudiagnosen pro 100.000 Einwohner liegt die Zahl fast doppelt so hoch wie noch im Jahr 2001 mit 1,75 Neudiagnosen.
Nach dem vom
Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten HIV/Aids-Halbjahresbericht gab es mit 2490 Neuinfektionen im Jahr 2005 280 mehr als im Jahr 2004. Bei mehr als 1200 der Infizierten handelt es sich um Männer, die Sex mit Männern haben. Doch den proportional deutlichsten Anstieg gibt es bei heterosexuellen Personen. Die Zahl der neudiagnostizierten HIV-Infektionen stieg von 276 im Jahr 2004 auf 344 im vergangenen Jahr eine Zunahme um rund 25 Prozent.
Nach einer Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) schützen sich nun wieder mehr Menschen mit Kondomen. Auch die Kondomabsatzzahlen steigen demnach wieder an. Möglicherweise habe die umfangreiche Berichterstattung über steigende HIV-Neuinfektionszahlen im vergangenen Jahr einen Impuls in der Bevölkerung gesetzt, sich besser zu schützen.
Gleichwohl müssten die Präventionsbemühungen in Deutschland intensiv fortgesetzt werden. Noch immer benutzte mehr als ein Viertel der Alleinlebenden unter 45 Jahren keine Kondome, teilten das RKI und die BZGA mit. (nz)