24. Apr 2006 15:26
Tief im norwegischen Meeresboden haben Archäologen Reste eines Dinosauriers gefunden. Eigentlich hatten sie nach etwas anderem gesucht.
Norwegische Archäologen haben die ersten Dinosaurierreste in ihrem Land entdeckt - in 2256 Meter Tiefe unter der Nordsee. Wie der staatliche Forschungsrat in Oslo am Montag mitteilte, wurde der versteinerte Knochen vom Knöchel eines Plateosaurus eher zufällig gefunden, als die Wissenschaftler Gesteinproben für Probebohrungen im Snorre-Gas- und Ölfeld aus der Tiefe an die Oberfläche geholt hatten. Es sei der weltweit tiefste Dinosaurierfund bislang, hieß es. Das Alter des Sauriers, dessen Art bis zu neun Meter groß wurde und maximal vier Tonnen wog, wird auf etwa 200 Millionen Jahre geschätzt.
Der Pflanzen fressende Plateosaurus lebte in dieser Zeit in Zentraleuropa, als die Nordsee noch kein Gewässer war, sondern eine gigantische Schwemmlandebene. (nz)