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Lupe Riesen-Saurier in Argentinien entdeckt

Der vielleicht größte Fleisch fressende Dinosaurier lebte im heutigen Lateinamerika. Forscher fanden jetzt heraus: Der Raubsaurier machte Jagd auf seine vegetarisch lebenden, sehr viel größeren Artverwandten.

Argentinische und kanadische Wissenschaftler haben in Argentinien die Knochen eines 1995 gefundenen Dinosauriers erforscht und eine Entdeckung gemacht: Bei dem «Mapusaurus roseae» handelt es sich vermutlich um den größten Fleisch fressenden Dinosaurier aller Zeiten.

Mit bis zu 12,5 Metern sei er noch größer als der Tyrannosaurus rex und der Giganotosaurus gewesen, sagte der argentinische Forscher Rodolfo Coria vom paläontologischen Museum Carmen Funes in der Stadt Plaza Huincul in Patagonien. Das Tier habe vermutlich in Gruppen gelebt: An einer einzigen Stelle wurden hunderte Knochen des Jagdsauriers gefunden.

Mit Stummelarmen auf 20 kmh
Der «Mapusaurus roseae» sei mit seinen rasiermesserscharfen Zähnen vermutlich in der Lage gewesen, Jagd auf den größten bekannten Dinosaurier, den Pflanzen fressenden 40 Meter langen und bis zu 100 Tonnen schweren Argentinosaurus, zu machen. Beide Arten lebten vor etwa 100 Millionen Jahren.

Ein ausgewachsenes Exemplar des Mapusaurus habe Stummelarme gehabt, etwa sechs Tonnen gewogen und eine Höhe von vier Metern erreicht. Dazu habe er die längsten bisher bei Fleisch fressenden Dinosauriern entdeckten Schienbeine gehabt. Schneller als 20 Kilometer in der Stunde hätten diese enormen Tiere jedoch nicht laufen können.

Kein einsamer Jäger
Bereits 1995 fanden Wissenschaftler hunderte versteinerter Knochenreste des Jagdsauriers, etwa 25 Kilometer südlich von Plaza Huincul. Nach vier Jahren Forschung waren die Paläontologen sich einig, es mit einer unentdeckten Spezies zu tun zu haben.

Interessant ist dabei vor allem das offensichtliche Gruppenleben des Dinosauriers. Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass Fleisch fressende Saurier wie der Tyrannosaurus rex einsame Jäger gewesen seien.

Mapusaurus verdankt seinen Namen dem Wort «Erde» in der Sprache der Mapuche, des Indiovolks Westpatagoniens. Roseae bezieht sich auf die rötliche Färbung des Sandsteins, in dem die Versteinerungen gefunden wurden. (nz)