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Insekten als Dienstleister auf sechs Beinen

03. Apr 2006 12:43
Insekten, wie dieser Siebenpunkt-Marienkäfer, kontrollieren Schädlinge.
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Bienen gelten als fleißig, Ameisen als arbeitsam. Was diese und andere Insekten für Menschen leisten haben US-Biologen nun beziffert.

Insekten verrichten in den USA ökologische Dienste im Wert von mehr als 57 Milliarden Dollar (47 Mia. Euro), berechneten Forscher. Sie vermuten, die tatsächliche wirtschaftliche Bedeutung der Tiere damit noch zu unterschätzen.

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«Insekten tragen sehr viel zur Wirtschaft bei, aber die meisten Menschen nehmen das nicht wahr», sagt John Losey von der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York. Gemeinsam mit dem Insektenschützer Mace Vaughan berechnete der Biologe, wie viel die Dienstleistungen der Tiere in vier Sparten wert sind: dem Vergraben von Dung, dem Pflanzenschutz, der Bestäubung von Pflanzen und schließlich als Futter für andere Tiere. Dabei berücksichtigten sie lediglich Insekten in der Natur und nicht Tiere aus menschlicher Haltung oder Aufzucht.

Den größten Teil der Gesamtsumme stellen die Insekten als Futter für andere Tiere. Die Biologen erfassten, wie viel in den USA jährlich für die Beobachtung und die Jagd auf Wildtiere ausgegeben wird und welche dieser Wildtiere auf Insekten als Nahrung angewiesen sind. Der Wert der Insekten-Nahrungsgrundlage für diesen Industriezweig beträgt rund 50 Milliarden Dollar, berichten sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Bioscience».

Rund 4,5 Milliarden Dollar ist die Schädlingsbekämpfung durch Insekten wert, rund drei Milliarden Dollar die Bestäuberdienste, berichten Losey und Vaughan. Für einen Gegenwert von etwa 380 Millionen Dollar würden Mist fressende Insekten Weideflächen säubern.

Mehr im Internet:
Dabei handele es sich aber nur um einen Teil der tatsächlichen jährlichen Leistungen der Insekten, sagen die Biologen. Sie folgern, dass Investitionen in Milliardenhöhe angebracht seien, um den Fortbestand der sechsbeinigen Leistungsträger zu sichern. «Wir wissen, wie wir Straßen und andere Teile unserer Infrastruktur reparieren können, aber unsere biologische Infrastruktur ist auch verletzbar», sagt Losey. Wenn sie zusammenbräche, hätte das großen Einfluss auf die Wirtschaft. (nz)
 
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