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Raubdinosaurier in Bayern entdeckt

16. Mrz 2006 09:27
So könnte die neu entdeckte Art ausgesehen haben.
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Das besterhaltene Raubsaurierfossil seit 150 Jahren haben Forscher in Bayern entdeckt. Doch das Aussehen des Sauriers entspricht nicht den Erwartungen.

Fossilien eines bisher unbekannten Raubdinosauriers haben Forscher in Bayern entdeckt. Es handele sich um einen Jahrhundertfund, sagte die Münchner Paläontologin Ursula Göhlich.

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Die versteinerten Knochen eines von Schnauzen- zu Schwanzspitze etwa 75 Zentimeter messenden Jungtiers seien der best erhaltene Raubsaurier, der je in Europa gefunden wurde. Die Forscherin präsentiert das Tier zusammen mit einem US-Kollegen im britischen Fachjournal «Nature» von diesem Donnerstag.

Der Saurier habe vor rund 150 Millionen Jahren in der Jurazeit gelebt. Die Forscher nannten ihn Juravenator starki, was so viel bedeutet wie «Jurajäger». Stark heißen die Besitzer des Geländes, in dem der Saurier gefunden wurde.

Das Tier gehört zur Gruppe der so genannten Coelurosaurier, den Fleisch fressenden kleinen Sauriern, die auf zwei Beinen gingen. Mit dem Fund gibt es laut Göhlich nun nicht nur eine neue Art, sondern eine eigene neue Gattung.

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Das Tier lebte auf einer Insel im flachen Jurameer, das damals ganz Süddeutschland bedeckte. Das außergewöhnliche Fossil wurde bei einer Grabung des Jura-Museum Eichstätt in Kalkplatten bei Schamhaupten im Naturpark Altmühltal gefunden. Die Plattenkalke dieser Region sind unter anderem bekannt für die berühmten Fossilien des Urvogels Archaeopteryx. Zuletzt war dort vor rund 150 Jahren ein gut erhaltener Raubsaurier gefunden worden.

Sogar der Abdruck von Weichteilen sei bei dem neuen Fund in der Kalkplatte erhalten. Das sei außergewöhnlich, sagte Göhlich, die den Saurier zusammen mit ihrem US-Kollegen Luis Chiappe ein Jahr lang untersuchte. Die Hautoberfläche des noch jungen Tieres sei höckerig gewesen und habe kleine Pusteln aufgewiesen.

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Es gebe aber keine Hinweise auf Federn, wie nach bisherigen Erkenntnissen bei einem Coelurosaurier aus der Jura-Zeit zu erwarten gewesen wäre. «Die Entwicklung der Federn ging somit komplizierter vonstatten als gedacht», sagte Göhlich. Damit müsse die wissenschaftliche Debatte über die Entstehung des Federkleides bei Dinosauriern neu geführt werden. (nz)
 
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