netzeitung.deSoftware ermöglicht virtuellen Stadtbummel

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Das Hasso-Plattner-Institut als virtuelle Landschaft Bild: HPI/Baumann (NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das Hasso-Plattner-Institut als virtuelle Landschaft Bild: HPI/Baumann
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Potsdamer Informatiker haben eine neue Software zur 3-D-Darstellung von Landschaften entwickelt. Die Technologie sei reif für den Massenmarkt, sagen sie.

Eine Runde um den Block können Münchner jetzt auch virtuell drehen. Forscher vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) haben eine Software für dreidimensionale digitale Stadt- und Landschaftsmodelle entwickelt. Die bayerische Landeshauptstadt wurde im Computer bereits nachgebaut.

Diese Form des «Geotainments» sei reif für den Massenmarkt, sagt Konstantin Baumann vom Fachgebiet «Computergrafische Systeme». So könnte die Technologie dazu dienen, Bürger an der Stadt- und Landschaftsplanung zu beteiligen.

Bislang wurden dreidimensionale Geo-Informationen meist als Blockmodelle dargestellt. Die neue Technologie erlaube intelligentere Nutzungen, sagte Baumann auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (GIL). Mit ihrer Hilfe könnten städtebauliche Planungsvarianten oder Fachinformationen in solche Computer-generierte Umgebungen aufgenommen werden.

Ein neuer Trend in der Wissenschaft sei der Verzicht auf photorealistische Darstellungen. Um bestimmte Informationen und Details hervorzuheben, werde dazu übergegangen, Formen und Farben von Stadt- oder Landschafts-Elementen zu abstrahieren oder sogar zu reduzieren, erläuterte Baumann.

Im Moment arbeiten die Forscher daran, die dreidimensionalen virtuellen Landschaften auch mit mobilen Endgeräten wie PDA's oder Mobiltelefonen nutzbar zu machen, teilte das HPI mit. Etwa bei der Navigation im Auto könne der Fahrer auf seinem elektronischen Gerät die Gegend dann annähernd so sehen, wie sie auch durch die Windschutzscheibe aussieht. (nz)