Säuger passten sich früh an Wasserleben an24. Feb 2006 10:20  |  Das urzeitliche Säugetier jagte wahrscheinlich Fische und Wirbellose. | Bild: Mark Klinger/CMNH |
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Zur Zeit der Dinosaurier sollen nur primitive Säugetiere gelebt haben. Doch nun wurden Knochen eines weiterentwickelten Tieres entdeckt.
Das Fossil eines biberähnlichen Tiers in China stellt bisherige Theorien über die Entwicklung von Säugetieren in Frage. Die nun entdeckte Art lebte bereits vor 164 Millionen Jahren, als noch die Dinosaurier die Erde beherrschten. In dieser Zeit existierten Säugetiere nach bisheriger Erkenntnis nur in wenigen, primitiven Formen.
Dagegen hatte der jetzt entdeckte Castorocauda lutrasimilis bereits Fell, einen breiten schuppigen Schwanz, Schwimmflossen und Zähne wie ein Seehund. Sie ermöglichten dem Säuger, außer auf Land auch im Wasser zu leben und sich von Fischen zu ernähren. Diese Entwicklungsstufe hatten Paläontologen bisher auf eine Zeit etwa hundert Millionen Jahre später datiert.
 |  Illustration | Bild: Mark Klinger/CMNH |
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Quiang Ji und Kollegen von der Universität in Nanjing sowie Forscher aus Peking und Pittsburgh stellen das Tier im amerikanischen Wissenschaftsjournal «Science» vom Freitag vor. Der deutsche Paläontologe Thomas Martin vom Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt erläutert in einem Begleitkommentar, dass die Vielfalt und frühe evolutionäre Entwicklung der Säuger offensichtlich komplexer war, als noch vor zehn Jahren gedacht. Der Fund in China verschiebe die Eroberung des Lebensraumes Wasser durch Säugetiere 100 Millionen Jahre weiter in die Vergangenheit. (nz)
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