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Lupe Nobelpreisträger Hänsch bleibt in München

Um seiner Pensionierung zu entgehen wollte der Physiker Theodor Hänsch in die USA wechseln. Nun hat man eine andere Lösung gefunden.

Der Münchner Physik-Nobelpreisträger Theodor Hänsch (64), der auch im Rentenalter weiterforschen will, muss dazu nicht in die USA wechseln. «Ich bleibe in Bayern», sagte Hänsch am Dienstag nach einem Gespräch mit Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU).

Ihm sei eine Regelung zugesichert worden, wonach er über das 68. Lebensjahr hinaus an der Münchner Ludwig-Maximilians- Universität (LMU) forschen und lehren könne. Nach den Bestimmungen des Beamtenrechts wäre Hänsch im kommenden Oktober mit 65 Jahren pensioniert worden. Nach Goppels Worten wird jedoch zunächst die im Beamtenrecht vorgesehene Möglichkeit der Beschäftigung bis zum 68. Geburtstag ausgeschöpft.

«Außerdem haben wir heute zementiert, dass wir für die Universität alle Möglichkeiten schaffen, Hänsch so lange zu beschäftigen, wie sie das für Forschung und Lehre für nötig hält», erklärte Goppel. Hänsch könne über den 68. Geburtstag hinaus zwar nicht nach dem Beamtenrecht, wohl aber auf Basis eines privatrechtlichen Beschäftigungsverhältnisses an der Universität arbeiten. Dieser Lösung habe am Dienstag auch das bayerische Kabinett zugestimmt.

«Ich bin sehr froh», sagte der 2005 in Stockholm mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forscher der Agentur dpa in München. «Das ist für meine Arbeit ideal: Die Kontinuität ist gewährleistet und ich kann meinen Mitarbeitern eine Perspektive bieten.» Hänsch ist Professor an der Münchner Universität und Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München.

Der Wissenschaftler fühlt sich noch topfit: «Natürlich arbeitet die Natur gegen einen. Aber ich könnte mir gut vorstellen, noch zehn Jahre aktiv zu sein.» Mit Blick auf das deutsche Ruhestandsalter habe er bereits ein gutes Dutzend Angebote aus den USA bekommen. Aber in München habe er sehr gute Teams, sehr gute Projekte und sehr gut ausgestattete Labore. (nz)