Impfstoff schützt gegen Bio-Waffe
31.01.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Wie sie jetzt in der Online-Ausgabe des Magazins «Proceedings of the National Academy of Sciences» berichten, bildeten alle fünf Teilnehmer in der höchstdosierten Gruppe und vier von fünf in der Gruppe mit der mittleren Dosierung Antikörper. Als Nebenwirkungen nannten die Teilnehmer der Pilotstudie leichte Kopfschmerzen und durch die Injektion Schmerzen am Arm.
Die menschlichen Antikörper wurden danach zusammen mit einer Spritze Rizin Mäusen injiziert. Sämtliche Nager überlebten das Experiment. Die Forscher um Vitetta gehen davon aus, dass die Probanden selbst die Injektion der ein- bis zehnfachen für Menschen tödlichen Dosis Rizin überleben würden.
Rizin ist ein Gift, das auch als Bio-Waffe eingesetzt werden könnte. Es wird aus den Samen des Wunderbaumes Ricinus communis gewonnen, aus denen auch das ungiftige Rizinusöl gepresst wird. Rizin bremst die Eiweißherstellung im Körper. Dadurch wird der gesamte Stoffwechsel lahm gelegt. Schon nach vier bis acht Stunden setzt ein hohes Fieber ein. Dann kommt es zu Blutungen in der Lunge. Die Vergiftung führt innerhalb von 36 bis 70 Stunden zum Tod. (nz)

