16. Jan 2006 17:53
Von weiß nach gelb, von gelb nach grün: Die Veränderliche Krabbenspinne, ein Jäger von Hummeln und Hornissen, passt ihre Farben oft ihrem jeweiligen Versteck in den Blüten an.
Die beiden Vorderbeinpaare der Spinne (Misumena vatia) sind kräftig und lang. Dadurch ähnelt sie eher einer Krabbe als einer Spinne, was ihr zu ihrem Namen verhalf. Das Tier lauert vor allem auf Blüten Insekten wie Hummeln und Hornissen auf.«Die Veränderliche Krabbenspinne ist ungiftig», sagte der Sprecher des Kuratoriums «Spinne des Jahres», Martin Kreuels, bei der Bekanntgabe. Allenfalls die Männchen der Spinnenart sollten sich Sorgen machen. Bei der Paarung verbraucht ein Weibchen im Schnitt drei Männchen, so Kreuels. Zwei werden aufgefressen, das dritte zur Fortpflanzung genutzt.
71 Spinnenexperten aus 21 europäischen Staaten haben zum ersten Mal zusammen ein Tier zur Spinne des Jahres gekürt. Nach Angaben der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft möchten sie die überaus spannenden Seiten dieser Tiere aufzeigen.Bislang hatten sich dazu Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich zusammengetan. Im vergangenen Jahr kamen Belgien und die Niederlande hinzu. Für 2006 wurde ein großes europäisches Projekt organisiert.
Zu den ausgezeichneten Spinnen gehörten zuletzt die Zebraspringspinne (2005) und die Grüne Huschspinne (2004). (nz)