netzeitung.deImpfung schützt vor Rotaviren

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Rotaviren (Foto: CDC/Erskine Palmer<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Rotaviren
Foto: CDC/Erskine Palmer
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Weltweit etwa 1400 Kinder sterben täglich an Durchfallerkrankungen, wie Experten schätzen. Ein Impfstoff soll die häufigste Ursache bekämpfen.

Ein neuer Impfstoff verhindert in 98 Prozent der Fälle Brechdurchfall bei Kindern, die mit Rotaviren infiziert sind. Die Impfung könnte fast 500.000 Todesfälle im Jahr verhindern.

«Das sind gute Nachrichten für Kinder überall», sagt David Matson von der US-amerikanischen Eastern Virginia Medical School. Der Mediziner leitete einen der größten Impfstofftests, der je vor der Zulassung durchgeführt wurde. In der aktuellen Ausgabe des Magazins «New England Journal of Medicine» stellen Mediziner die Ergebnisse vor.

Mehr als 68.000 Kleinkinder in elf Ländern weltweit wurden mit dem «Rotateq» genannten Vakzin oder einem wirkungslosen Placebo geimpft. Die Immunisierung wirkt gegen die fünf häufigsten Typen von Rotaviren. Der Impfschutz verhinderte Brechdurchfall durch Rotaviren-Infektionen fast vollständig, berichten die Mediziner. Die Zahl der notwendigen Krankenhausbesuche konnte um 96 Prozent verringert werden.

Brechdurchfall kann bei Kleinkindern sehr schnell zu Dehydration und in schweren Fällen zum Tod führen. Besonders bedroht sind Kinder unter fünf Jahren in der dritten Welt. Die Weltgesundheits- Organisation schätzt, dass jeder fünfte Todesfall durch Brechdurchfall auf eine Infektion mit Rotaviren zurückzuführen ist.

In den USA wird die Rotateq-Impfung zurzeit von der Zulassungsbehörde geprüft. Der Hersteller Merck hat sich in 50 weiteren Ländern um die Zulassung beworben und will Einsatzmöglichkeiten in Entwicklungsländern prüfen. (nz)