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Getreide mit weniger Schadstoffen belastet

12. Dez 2005 12:42
Getreideernte
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Umweltgifte gelangen mit dem Getreide auch ins Brot. Jetzt liegen Ergebnisse einer Qualitätsuntersuchung vor.

Die Belastung von Weizen und Roggen durch Blei und Cadmium ist in den letzten 30 Jahren zurückgegangen. Auch Pflanzenschutzmittel-Rückstände sind trotz hoch entwickelter Analytik nur noch selten zu finden.

Getreide Bleifrei

Mehr in der Netzeitung:
Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL) in Detmold hat die Qualität des Brotgetreides untersucht. Alljährlich werden dafür rund 3000 Proben aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewertet. Im Wissenschaftsmagazin «Forschungsreport» stellen die Experten jetzt Ergebnisse vor.

Beim Winterweizen haben in Deutschland sowohl die Anbaufläche als auch der Ertrag pro Hektar kontinuierlich zugenommen. Mittlerweile wird Weizen auf einer Fläche von mehr als 3 Millionen Hektar angebaut. Die Erträge stiegen im Lauf der letzten vier Jahrzehnte jährlich um durchschnittlich 110 Kilogramm pro Hektar. Der Eiweißgehalt – ein wichtiges Qualitätsmerkmal für das Backen – erhöhte sich in den Jahren 1960 bis 1990 fortlaufend. Seither liegt der Gehalt bei etwa 13 Prozent des Trockengewichts. Die Forscher erklären dies mit Fortschritten in der Pflanzenzüchtung und im Anbau.

Aufgrund des Benzin-Blei-Gesetzes, das schrittweise ab 1972 zu einer Reduzierung des Bleigehalts in Kraftstoffen geführt hat, ist der Bleigehalt im Roggen von rund 0,1 Milligramm pro Kilogramm auf ein Fünftel dieses Wertes gesunken. Im Winterweizen sank er von 0,05 auf Milligramm pro Kilogramm. Dieses Niveau sei unbedenklich, teilte das BfEL mit. Auch die Situation bei dem Schwermetall Cadmium habe sich positiv entwickelt. Die gemessenen Werte liegen unter dem in der EU zugelassenen Höchstwert von 0,2 Milligramm pro Kilogramm.

Mehr im Internet:
Anfang der 1990er Jahre wurden in vier von fünf Proben Insektizid-Rückstände nachgewiesen. Diese gingen ab Mitte der 1990er Jahre deutlich zurück, dafür wurden etwas häufiger Rückstände von Unkraut- und Pilzbekämpfungsmitteln festgestellt. Trotz technischer Verbesserungen in der Analytik ließen sich in den letzten Jahren in zwei Dritteln aller Proben überhaupt keine Rückstände von den mehr als 250 erfassten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen nachweisen. In fast allen Proben mit Rückständen waren diese sehr niedrig, teilte das BfEL mit. (nz)

Die Ausgabe 2/2005 des Magazins «Forschungsreport» ist kostenlos über die Geschäftsstelle des Senats der Bundesforschungsanstalten, Bundesallee 50, in 38116 Braunschweig zu beziehen.

 
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