Raubbau an der Natur macht Menschen krank
09.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der Verlust von Fischgründen und Ackerland wurde als wichtiger Faktor für die Mangelernährung von heute weltweit 800 Millionen Menschen bezeichnet. Mehr als eine Milliarde Menschen hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser, damit zusammenhängende Infektionskrankheiten kosteten jährlich über drei Millionen Menschen Leben, sagten die Experten.
Der überwiegende Teil der Menschheit nutze zudem feste Brennstoffe wie Holz zum Heizen und Kochen. Dies trage nicht nur zur weltweiten Abholzung der Wälder bei, sondern führe wegen des gesundheitsschädlichen Rauchs auch zu zahlreichen Atemwegerkrankungen und anderen Leiden.
Es seien vor allem Arme, die unter der negativen Beeinflussung der Ökosysteme zu leiden hätten, heißt es in dem Bericht. Wenn intensive Tierhaltung etwa zu einer Besserung der Ernährungslage bestimmter Menschen führe, bereite sie dennoch auch den Boden für neue Krankheiten. Und durch die Klimaveränderung breiteten sich Krankheiten übertragende Insekten wie bestimmte Mücken und Zecken in manchen Region aus, während sie andernorts verschwänden.
Die Länder Schwarzafrikas, Zentralasiens und Teile Lateinamerikas sowie Süd- und Südostasiens seien besonders von den Eingriffen in die Ökosysteme betroffen, heißt es in der Analyse. Sie ist Teil einer umfassenden Gesundheitsstudie, an der mehr als 1300 Wissenschaftler mitgearbeitet haben. (nz)

