Die Chemie-Nobelpreisträger seit 1995
05.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der Chemie-Nobelpreis geht in diesem Jahr an zwei Amerikaner und einen Franzosen. Eine Chronik der Preisträger der vergangenen zehn Jahre.
Die seit 1901 verliehenen Chemie-Nobelpreise sind vor allem an amerikanische Forscher gegangen. 23 Mal wurde die Auszeichnung ganz oder in Teilen deutschen Wissenschaftlern zugesprochen. Durch Mehrfachvergaben gibt es insgesamt 27 deutsche Preisträger. Seit 1995 wurden ausgezeichnet:
2004Aaron Ciechanover und Avram Hershko (beide Israel) zusammen Irwin Rose (USA) für die Entdeckung eines lebenswichtigen Prozesses zum Abbau von Proteinen im Körper.
2003Peter Agre (USA) und Roderick MacKinnon (USA) für die Erforschung von Ionen- und Wasserkanälen der Körperzellen.
2002John B. Fenn (USA), Koichi Tanaka (Japan) und Kurt Wüthrich (Schweiz) für ihre Methoden zum Vermessen von biologischen Molekülen.
2001William S. Knowles (USA), Barry Sharpless (USA) und Ryoji Noyori (Japan) für die Beschreibung neuer Katalysatoren.
2000Alan Heeger, Alan MacDiarmid (beide USA) und Hideki Shirakawa (Japan) für Entdeckung und Entwicklung elektrisch leitender Kunststoffe.
1999Ahmed H. Zewail (Ägypten/USA) für die Untersuchung der Dynamik ultraschneller chemischer Reaktionen («Femtosekunden-Chemie»).
1998Walter Kohn (USA) und John A. Pople (Großbritannien) für ihre Beiträge zur Quantenchemie.
1997Paul D. Boyer (USA), John E. Walker (Großbritannien) und Jens C. Skou (Dänemark) für die Beschreibung der Synthese von Adenosintriphosphat und der Entdeckung des Ionentransport-Proteins ATPase.
1996Robert F. Curl, Richard F. Smalley (beide USA) und Harold W. Kroto (Großbritannien) für ihre Entdeckung der Fullerene («Fußball- Moleküle» aus Kohlenstoff).
1995Paul Crutzen (Niederlande), Frank Sherwood Rowland (USA) und Mario Jose Molina (Mexiko) für ihre Arbeiten zur Chemie der Atmosphäre, insbesondere zum Auf- und Abbau des Ozons («Ozonloch»). (nz)