netzeitung.deDie Chemie-Nobelpreisträger seit 1995

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Der Chemie-Nobelpreis geht in diesem Jahr an zwei Amerikaner und einen Franzosen. Eine Chronik der Preisträger der vergangenen zehn Jahre.

Die seit 1901 verliehenen Chemie-Nobelpreise sind vor allem an amerikanische Forscher gegangen. 23 Mal wurde die Auszeichnung ganz oder in Teilen deutschen Wissenschaftlern zugesprochen. Durch Mehrfachvergaben gibt es insgesamt 27 deutsche Preisträger. Seit 1995 wurden ausgezeichnet:
2004
Aaron Ciechanover und Avram Hershko (beide Israel) zusammen Irwin Rose (USA) für die Entdeckung eines lebenswichtigen Prozesses zum Abbau von Proteinen im Körper.
2003
Peter Agre (USA) und Roderick MacKinnon (USA) für die Erforschung von Ionen- und Wasserkanälen der Körperzellen.
2002
John B. Fenn (USA), Koichi Tanaka (Japan) und Kurt Wüthrich (Schweiz) für ihre Methoden zum Vermessen von biologischen Molekülen.
2001
William S. Knowles (USA), Barry Sharpless (USA) und Ryoji Noyori (Japan) für die Beschreibung neuer Katalysatoren.
2000
Alan Heeger, Alan MacDiarmid (beide USA) und Hideki Shirakawa (Japan) für Entdeckung und Entwicklung elektrisch leitender Kunststoffe.
1999
Ahmed H. Zewail (Ägypten/USA) für die Untersuchung der Dynamik ultraschneller chemischer Reaktionen («Femtosekunden-Chemie»).
1998
Walter Kohn (USA) und John A. Pople (Großbritannien) für ihre Beiträge zur Quantenchemie.
1997
Paul D. Boyer (USA), John E. Walker (Großbritannien) und Jens C. Skou (Dänemark) für die Beschreibung der Synthese von Adenosintriphosphat und der Entdeckung des Ionentransport-Proteins ATPase.
1996
Robert F. Curl, Richard F. Smalley (beide USA) und Harold W. Kroto (Großbritannien) für ihre Entdeckung der Fullerene («Fußball- Moleküle» aus Kohlenstoff).
1995
Paul Crutzen (Niederlande), Frank Sherwood Rowland (USA) und Mario Jose Molina (Mexiko) für ihre Arbeiten zur Chemie der Atmosphäre, insbesondere zum Auf- und Abbau des Ozons («Ozonloch»). (nz)