Deutscher Physiker mit Nobelpreis geehrt
Glauber konnte 1963 als Erster erklären, wie sich das Licht einer Glühbirne von dem Licht unterscheidet, das ein Laser aussendet. Eine heiße Lichtquelle wie eine Glühbirne strahlt eine Mischung unterschiedlicher Lichtwellen aus. Laserlicht ist dagegen fast kohärent. Das heißt Wellenlänge, Phase und Richtung der Wellen sind weitgehend gleich.
Die Forschungsarbeit der Preisträger John Hall von der University of Colorado und Theodor Hänsch von der Ludwig-Maximilians-Universität in München baut auf Glaubers Theorie auf. Die Physiker haben Messverfahren für Lichtwellen entwickelt. Ihre Frequenz kann heute auf fünfzehn Stellen hinter dem Komma genau bestimmt werden, teilte das Nobelpreiskomitee mit. Mit den Messungen kann die Farbe des Lichts bestimmt werden, das Atome oder Moleküle aussenden. Hall und Hänsch teilen sich eine Hälfte des Preises für die Entwicklung dieser Technik.
Den Anruf aus Stockholm habe er in seinem Münchner Büro bekommen. Die Auszeichnung zeige, dass man auch in Deutschland sehr gut wissenschaftlich arbeiten kann. «Draußen warten die Leute mit Champagner auf mich. Aber ich hab keine Zeit zum Feiern, weil ich ein Flugzeug nach San Francisco schaffen muss», sagte Hänsch am Dienstag am Telefon.
Der Nobelpreis ist mit umgerechnet etwa 1,1 Millionen Euro dotiert. Die Verleihung findet am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm statt. (nz)
