netzeitung.deGenitalverstümmelung auch in Deutschland

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Gynäkologen in Deutschland sind vermehrt mit Genitalverstümmelung konfrontiert. Grund ist die gestiegene Zahl von Migrantinnen.

Einer Umfrage zufolge kommen in deutsche Frauenarztpraxen zunehmend mehr Frauen mit Genitalverstümmelungen. 43 Prozent der Frauenärzte gaben an, bereits eine beschnittene Frau in ihrer Praxis behandelt zu haben, berichtet die Stuttgarter Zeitschrift «Via medici».

Das sei vor allem auf eine zunehmende Zahl an Migrantinnen zurückzuführen. Ein Drittel der befragten Frauenärzte betreute eine beschnittene Frau bei der Geburt. Die Zeitschrift verweist auf eine Schätzung der Frauenhilfsorganisation Terre des Femmes, nach der mindestens 24 000 Mädchen und Frauen in Deutschland beschnitten sind.

Unter Beschneidung von Frauen versteht man die teilweise oder ganze Entfernung von Klitoris und Schamlippen, die vorwiegend zwischen dem vierten und achten Lebensjahr von Mädchen vorgenommen wird. Laut der Zeitschrift spielt neben der medizinischen Behandlung auch die psychologische Betreuung der Frauen eine entscheidende Rolle. (nz)