25. Aug 2005 15:44
Noch Jahre nach Krebsbehandlungen können Tochtergeschwüre entstehen. Deutsche Forscher haben ein Verfahren entwickelt, das gegen solche Rückfälle eingesetzt werden kann.
Mit dem von der Arbeitsgruppe um Klaus Pantel entwickelten Verfahren konnte gezeigt werden, dass bei Brustkrebspatientinnen mit disseminierten Tumorzellen die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls deutlich erhöht ist. Die Forschungsergebnisse dieser internationalen Studie, an der neun Brustkrebszentren und mehr als 4000 Patientinnen beteiligt waren, wurden am Donnerstag in der Fachzeitschrift «New England Journal of Medicine» veröffentlicht, teilte das UKE mit.Die schlafenden Tumorzellen sind dafür verantwortlich, dass bei scheinbar gesundeten Patienten wieder Metastasen entstehen. Mit bildgebenden Verfahren konnten die verborgenen Krebszellen jedoch bisher nicht nachgewiesen werden. Den UKE-Wissenschaftlern war es in zehnjähriger Forschungsarbeit gelungen, die disseminierten Tumorzellen aufzuspüren und eine Methode zu entwickeln, mit der schon eine einzelne dieser Zellen zwischen zwei Millionen gesunder Knochenmarkzellen sichtbar gemacht werden kann.
Nun wollen sie die Mechanismen der Entstehung und Ausbreitung der Tumorzellen erforschen. Das Nachweisverfahren für disseminierte Tumorzellen soll verfeinert und automatisiert werden. (nz)