Musikalische Nervenzellen erkennen Töne
25.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Auf diese Weise können auch Menschen wahrnehmen, das es sich bei einem Ton, der von zwei Instrumenten gespielt wird, um die gleiche Frequenz handelt, vermuten die Forscher. Bei den Affen reagierten auch die gleichen Nervenzellen, wenn ihnen der gleiche Ton in unterschiedlichen Oktaven vorgespielt wurde. Die Zellen für den Ton A mit einer Frequenz von 440 Hertz sprachen auch auf höhere Frequenzen etwa des eingestrichenen Tons A bei 880 oder des zweigestrichenen bei 1760 Hertz an, berichten Bendor und Wang.
Der Psychologe vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) erforscht, wie Kultur die Wahrnehmung von Musik beeinflusst. Dazu hat er mit einem Kollegen einen Test entwickelt, den man über das Internet abrufen kann. Dem Web-Probanden werden etwa verschiedene Tonkombinationen vorgespielt, die anschließend nach ihrem Wohlklang bewertet werden sollen. Außerdem erfassen die Forscher in einem kurzen Fragebogen die Herkunft, das Alter und die musikalische Ausbildung der Teilnehmer.
«Trotz der zentralen Rolle in der menschlichen Kultur sind die Ursprünge der Musik bislang ein Geheimnis», sagt McDermott. Mit seiner Studie will er untersuchen, welche Aspekte der Wahrnehmung allen Kulturen gemein sind und welche sich unterscheiden.

