02.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Keulung infizierter Hühner im zuletzt befallenen ostasiatischen Land Indonesien
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Erreger der Vogelgrippe ist in Russland und Kasachstan aufgetreten. Die Regierung versucht der Verbreitung des Virus durch Keulungen zu begegnen.
Die aus mehreren russischen Regionen gemeldete Vogelgrippe breitet sich in Richtung Westen aus. Im westsibirischen Gebiet Tjumen, etwa 2000 Kilometer östlich von Moskau, seien die ersten Erkrankungen von Vögeln registriert worden, teilte Michail Pobereschny, der Leiter der Veterinärbehörde, am Dienstag nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit.
Nähere Angaben zum Vogelgrippevirus wurden nicht gemacht, meldet die Agentur dpa. Es ist unklar, ob es sich um den auch für Menschen gefährlichen Influenza-Subtyp
H5N1 handelt. Dieses Virus war in den vergangenen Tagen in mehreren zentralsibirischen Regionen registriert worden. In Russland und der zentralasiatischen Republik Kasachstan hat man mit Keulungen von Geflügelbeständen begonnen, um die Krankheit einzudämmen.
Möglicherweise könnte das Virus mit infizierten Zugvögeln auch Deutschland erreichen. Das Ansteckungsrisiko für Menschen gilt aber bislang als gering. Zu den befürchteten Mensch-zu-Mensch-Übertragungen ist es bislang wahrscheinlich nicht gekommen. Ansteckungen konnten in allen registrierten Fällen auf den Kontakt mit infizierten Tieren zurückgeführt werden.
Nach Angaben der World Health Organization (WHO) vom 27. Juli sind bislang 109 Menschen in den Ländern Indonesien, Kambodscha, Thailand und Vietnam infiziert worden. Indonesien hatte das Virus zuletzt erreicht. 55 Menschen starben an der Krankheit. (nz)