15.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Hühnerhandel auf einem Markt in Indonesien
Foto: AP Photo/Tatan Syuflana
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bei drei Todesfällen in Indonesien vermuten die Behörden als Todesursache die Vogelgrippe. Unklar ist noch, wo sie sich mit der Tierkrankheit anstecken konnten.
Drei in Indonesien gestorbene Menschen sind laut Behördenangaben wahrscheinlich an der Vogelgrippe gestorben. Zur Zeit wird untersucht, ob es sich um das Influenza-Virus H5N1 handelt.
Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Freitag in Jakarta mitteilte, wurden Proben nach Hongkong geschickt, um die Todesursache endgültig zu klären. Die Ergebnisse würden in sieben bis zehn Tagen vorliegen, berichtet die Agentur AP. In Indonesien war im vergangenen Monat erstmals ein Mann als infiziert gemeldet worden. Er entwickelte jedoch keine Krankheitssymptome und gilt weiterhin als gesund.
Bei den aktuellen Fällen handelt es sich um einen 38-jährigen Mann und seine zwei Töchter im Alter von neun Jahren und einem Jahr. Nach ersten Erkenntnissen hätten sie keinen Kontakt mit infiziertem Geflügel gehabt, sagte die indonesische Gesundheitsministerin Siti Fadilah Supari. Es werde befürchtet, dass die Krankheit von Menschen übertragen worden sei.
Bislang geht man davon aus, das die Krankheit nur von Tieren auf Menschen übertragen wurde. Nur in wenigen Fällen besteht der Verdacht auf Ansteckungen von Mensch zu Mensch. Georg Petersen von der
World Health Organization sagte, dass bei den Fällen in Indonesien noch weiter nach der Ansteckungsquelle gesucht werden müsse. Es habe in der Vergangenheit schon mehrfach geheißen, die Erkrankten hätten keinen Kontakt zu infizierten Vögeln gehabt, was sich dann aber als unzutreffend erwiesen habe.
Die WHO hat kürzlich erneut gewarnt, dass eine Variante des Virus entstehen könnte, die besser von Menschen auf Menschen übertragen wird. In diesem Fall könnte eine weltumspannende Epidemie ausgelöst werden. Nach Angaben der Organisation vom 28. Juni sind bislang 108 Fälle in den Ländern Thailand Vietnam und Kambodscha aufgetreten. In 54 Fällen verlief die Krankheit tödlich. (nz)