Experten warnen vor Vogelgrippe-Pandemie
04.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
In der malaysischen Hauptstadt beraten auf einer dreitägigen Konferenz Experten der WHO, der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO) und der World Organisation for Animal Health über die Eindämmung der Infektionskrankheit. Schwerpunkt ihrer Strategie ist der Schutz von Farm- und Marktmitarbeitern, die mit infizierten Vögeln in Berührung kommen, und die Vorbereitung von Medizinern und Veterinären auf einen Ausbruch.
Wie die WHO mitteilte, besteht die Gefahr einer Pandemie fort. Erstmals hatte die Organisation im Januar des vergangenen Jahres vor der möglichen Ausbreitung der Krankheit in der Weltbevölkerung gewarnt. Zur Zeit untersuchen Experten der Organisation Anzeichen, nach denen das Virus häufiger von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Dafür sprechen ein milderer Verlauf der Krankheit bei Menschen unterschiedlichen Alters und das Auftreten mehrerer Fälle an gleichen Orten zur gleichen Zeit.
Einen Vogelgrippe-Impfstoff für Menschen gibt es bislang nicht. Dennoch scheint das anhaltende Auftreten der Krankheit die westlichen Nationen nicht zu beunruhigen, sagte der regionale WHO-Sprecher Peter Cordingley der BBC. «Wir wissen nicht, wie viele Menschen daran sterben würden, aber wir können erwarten, dass es sehr viele sind», zitiert die BBC Coedingley. Außerdem seien große wirtschaftliche Schäden zu erwarten.
Seit Mitte Dezember 2004 gab es nach Angaben der WHO weltweit 64 Erkrankungen und 22 Todesfälle. 60 Menschen erkrankten in Vietnam, vier in Kambodscha. Weltweit gab es bislang 108 Fälle, von denen jeder zweite tödlich verlief.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

