Fernanalyse für Erdbeben
23.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Im Falle des Sumatra-Bebens konnten Frank Krüger und Matthias Ohrnberger zeigen, dass sich der gesamte Bruchvorgang über eine Länge von 1150 Kilometern erstreckte und insgesamt 480 Sekunden dauerte. Die Wissenschaftler konnten für dieses Erdbeben erstmals auch den Verlauf der Bruchfront bestimmen.
Ihre Methode sei zur Beobachtung sehr großer Erdbeben mit komplexen Seismogrammen geeignet, teilten die Forscher mit. Ihre große Stärke im Vergleich zu Standardmethoden sei die Schnelligkeit. «Da die Technik simpel und online-fähig ist, ermöglicht sie im Fall schwerer Beben eine verlässliche Diagnose aus der Ferne nach etwa 25 bis 30 Minuten», sagt Frank Krüger. Sie könnte damit zur weltweiten Tsunami-Überwachung beitragen.

