«Anti-Malaria-Organisation hat versagt»
22.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Doch aufgrund «verpasster Gelegenheiten» und «bedrückenden Versagens» der RBM haben die Infektionsraten seither zugenommen, berichten Redakteure des «Lancet» in der aktuellen Ausgabe. Sie fordern sofortige Maßnahmen, um das Jahrtausend-Ziel der Vereinten Nationen erreichen zu können, die Ausbreitung der Krankheit bis zum Jahr 2015 zu stoppen und zu beginnen, die einzelligen Erreger zurückzudrängen.
Daneben sind mit Insektiziden imprägnierte Moskitonetze ein geeignetes Mittel, die Übertragung der Erreger durch die Anopheles-Mücke zu verhindern. Langfristig seien aber weitere Mittel notwendig, sagen die Autoren, einschließlich eines Impfstoffes.
Das vom Unternehmen Glaxosmithkline-Bio entwickelte Vakzin RTS,S/AS02A habe sich in klinischen Tests bereits bewährt. Es verleiht kurzfristigen Infektionsschutz und kann bei jedem dritten geimpften Kind den ersten mit der Infektion verbundenen Fieberschub verhindern. 58 Prozent der geimpften Kinder schütze er vor dem schweren Verlauf der Infektionskrankheit.
Zur Zeit würden weitere viel versprechende Impfstoffe klinisch getestet. «Dennoch, es wird wahrscheinlich noch mindestens ein Jahrzehnt dauern, bis ein Impfstoff großflächig eingesetzt werden kann», sagt Greenwood.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

