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Die Menschheit verbraucht zu viele Ressourcen

31. Mrz 2005 11:25
Der Po im Sommer 2003: In trockenen Sommern wird das Wasser auch in Mitteleuropa knapp.
Der Mensch lebt über seine Verhältnisse. Mehr als die Hälfte der lebenswichtigen Ressourcen werden überbeansprucht, sagt ein Forscherkonsortium.

Am gestrigen Mittwoch stellten Mitglieder eines Forscherkonsortiums in zwölf Städten weltweit die bislang umfangreichste Studie zum Zustand des Lebensraums Erde vor. In den nächsten fünfzig Jahren könnten Süßwasser, saubere Luft, und Erträge des Fischfangs knapp werden.

Dienstleistungen der Erde überbeansprucht

Mehr in der Netzeitung:
Regionale Klimaschwankungen, Naturkatastrophen und Krankheiten werden nach dem Millennium Ecosystem Assessment häufiger auftreten. «Der Bericht ist ernüchternd, aber er zeigt Handlungsmöglichkeiten auf», sagt Jane Lubchenco von der US-amerikanischen Oregon State University. Die Meeresbiologin ist eine von insgesamt 1360 Forschern aus 95 Ländern, die den Bericht zusammengestellt haben.

Das Konsortium kommt darin zu vier Hauptergebnissen: Durch den Verbrauch von Nahrung, Wasser, Holz und Brennstoffen und Intensivierung der Landwirtschaft hat der Mensch die natürliche Vielfalt des Ökosystems Erde teilweise irreparabel geschädigt. Zehn bis dreißig Prozent der Säugetier-, Vogel- und Amphibienarten sind heute vom Aussterben bedroht.

Der Fischfang und der Süßwasserverbrauch übersteigen das nachhaltige Maß bei Weitem, teilte das Konsortium mit. Zukünftige Generationen werden dadurch benachteiligt. Die Schädigungen des Ökosystems Erde gefährden die Ziele der Vereinten Nationen, Hunger und Krankheiten zu eliminieren. Die Herausforderung, den genannten Prozessen entgegen zu wirken, erfordere tief greifendes Umdenken. Veränderungen der Politik seien bisher aber nicht erkennbar.

Mehr im Internet:
In dem Bericht werden Maßnahmen vorgeschlagen, die die Folgen der Umweltzerstörung abmildern. So würden mit Wäldern auch Tierarten geschützt. Diese Ökosysteme lieferten dem Menschen zudem Süßwasser und verringerten die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre.

Der erste Schritt sei es jedoch, die Ernsthaftigkeit der Situation zu erkennen, sagen die Forscher. (nz)

 
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