Die Forscher sind zuversichtlich, dass der «Kartoffel-Prototyp» verbessert und zu einem wirkungsvollen essbarem Impfstoff weiterentwickelt werden kann. Da die Kartoffel nur ein einziges Protein des Virus enthalte, sei sie möglicherweise schonender als bislang verfügbare Impfstoffe. Es müsse jetzt getestet werden, ob die Kartoffel auch bei nicht geimpften Personen wirke, sagte Graham Foster von der Queen Mary University in London der BBC. Auch müsse geklärt werden, ob die Immunreaktion ausreicht, um einen wirkungsvollen Impfschutz zu verleihen.
Der Versuch, essbare Impfstoffe herzustellen, ist nicht neu. Mason gehört zu den ersten Wissenschaftlern, die auf diesem Gebiet arbeiteten. Er erlangte mit der Idee der «Impfbanane» einige Berühmtheit. Die hat sich jedoch nicht bewährt, es gab Probleme mit der Impfstoff-Konzentration und der Aufnahme des Wirkstoffs über den Magen. Außer der Kartoffel werden auch Tomaten, Karotten oder Erbsen auf ihre Eignung als Impfpflanze getestet. (nz)