Smog könnte Allergien fördern
07.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Bislang ist der Grund für die Zunahme allergischer Erkrankungen weitestgehend unbekannt. Unter Experten werden verschiedene Erklärungsmöglichkeiten diskutiert. So könnte eine übertrieben Hygiene dazu beitragen, dass das Immunsystem nicht richtig trainiert wird und nicht lernt, zwischen körperfremden, schädlichen und körpereigenen, unschädlichen Stoffen zu unterscheiden. Auch eine zunehmende Schadstoffbelastung der Luft, etwa mit Ozon, könnte das Immunsystem zu Überreaktionen veranlassen.
Birkenpollen-Proteine haben sieben Aminosäure-Bausteine, die sofort durch die Abgase nitriert werden. Möglicherweise rufen Proteine, die schnell nitriert werden, die stärksten allergischen Reaktionen hervor, sagte Pöschl. Wie genau dies geschieht, ist bislang unklar. Frühere Untersuchungen hätten allerdings gezeigt, dass Antikörper mit Hilfe von Nitrotyrosin an einen Entzündungsort gelockt werden.
Dort können sie sowohl Krankheitserreger bekämpfen, als auch eine überschießende allergischen Reaktion hervorrufen. Durch die Nitrierung könnte also die Wirkung allergener Proteine verschärft werden. Möglicherweise würden darüber hinaus auch harmlose Proteine in Allergene verwandelt, sagte Pöschl.
Für das Web ediert von Anja Garms

